Was zum Schmunzeln

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Was zum Schmunzeln

- Die Amis spinnen -

 

Hier werden einige wahre Begebenheiten vorgestellt, welche hinter dem großen Teich passiert sind, die man gar nicht glauben mag. Diese Urteile wurden gesprochen. - wie in Florida, wo beispielsweise Frauen, die beim Frisör unter der Trockenhaube einschlafen, einen Strafzettel erhalten, oder wo es für unverheiratete Frauen streng verboten ist, sonntags mit dem Fallschirm abzuspringen.

Nun, die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein riesiges Land und so sind die Rechtssprechung, Verordnungen und Gesetze auch zuweilen unterschiedlich. Das, was z.bsp. in Washington einst Monika Lewinsky erlaubt war ist in Virginia Maryland streng verboten. Ehebruch gilt dort als Straftat und der sexuelle Verkehr zwischen Unverheirateten kann in Virginia auf der Anklagebank enden. Andere Länder, andere Sitten.

Florida: Das Pubsen in der Öffentlichkeit ist Donnerstags nach 18.00 Uhr ein Straftatbestand. Warum nur dann, weiß eigentlich Niemand so recht - Donnerstags pupst man halt nicht nach 18.00 Uhr. Zumindest darf man sich halt dabei erwischen lassen. Ein anderes Gesetz soll verheirateten Männern verbieten (nicht nur Donnerstags, sondern immer) die Brüste ihrer Angetrauten zu küssen. Wohl all denen, die in Grenzorten wohnen oder ohnehin froh wären, endlich keine weiblichen Brüste mehr küssen zu müssen.

Klagen auf Teufel komm raus............

US-Anwälte strangulieren die Wirtschaft (Quelle: Spiegel-online). Kaum eine Branche in den USA ist so einträglich und krisensicher wie das Geschäft mit Unternehmensklagen. Der volkswirtschaftliche Schaden, oft aberwitzige Milliardenforderungen, ist derartig gewaltig, dass Juristen mittlerweile eine grundlegende Reform des Rechtssystems fordern.

So wurden gegen den Tabakkonzern Philip Morris im Bundesstaat Illionis Klage eingereicht, weil er seinen Kunden vorgetäuscht hätte, dass Light-Zigaretten weniger gesundheitsschädlich seien. Der Konzern musste eine Kaution von 6 Millionen US-Dollar hinterlegen, um überhaupt eine Chance zu erhalten, in Berufung zu gehen. Der Richter selbst hatte zunächst 12 Millionen US-Dollar verlangt. Die USA haben sich mittlerweile als Land der Superlativklagen geoutet. Im Jahresdurchschnitt (!) liegen die Entschädigungssummen bei 1,8 Millionen US-Dollar, dreimal soviel als 2000. Das Magazin "Der Spiegel" schrieb dazu: "Offensichtlich ist kaum ein Erwerbszweig so einträglich und krisensicher wie das Geschäft mit Unternehmensklagen. Tatsächlich ernährt diese Schattenindustrie heute mehr Menschen als etwa der Flugzeugbau. Und längst geht es nicht mehr um hehren Verbraucherschutz oder wirklich entstandenen Schaden. Schon ein Gefühl kann für eine Millionenklage reichen ..."

So wurde in Fayette ( Mississippi - 1853 Einwohner) der Moderator und die Produzenten des TV-Magazins "60 Minutes" verklagt, weil neun Einwohner des kleinen Ortes durch einen Fernsehbeitrag des Magazins nun unter "emotionalen Schmerzen" und "beschädigter Lebensfreude" zu leiden habe. Eine Milliarde Dollar wollen sie dafür. Und noch einmal 9 Milliarden, die durch eine Klage gegen den Sender CBS, der Standort produziert, erreicht werden sollen, sowie gegen den Medienriesen Viacom, dem CBS gehört. Die Klagebegründung bezeichnet "Spiegel-online" als ein 'Witz', denn, so berichtet das Magazin, "in dem Fernsehbeitrag habe CBS über den Umstand berichtet, dass die Zahl der beim Bezirksgericht in Fayette eingereichten Zivilklagen, in denen US-Großkonzerne zu den Beschuldigten gehören, die Zahl der Einwohner des gesamten Bezirks Jefferson Country übersteigt. "Jackpot-Justiz" nannte das der Moderator und sprach davon, dass es wohl nirgendwo sonst in Amerika so leicht sei, Geschworene zu einem Millionen-Dollar-Urteil zu bewegen ...."

Es wird munter drauflosgeklagt...

Nach seriösen Schätzungen geben Unternehmen in den USA pro Jahr rund 200 Milliarden Dollar für die anfallenden Verfahrenskosten aus. Das sind fast zwei Prozent der Wirtschaftsleistung der gesamten Vereinigten Staaten. Bei einigen Produkten, die als besonders klageanfällig gelten, sind inzwischen gut 20 Prozent des Preises in Wahrheit Prämien für die Rechtschutzversicherer. Inzwischen kann man in Amerika für fast alles Regress fordern: weil man sich an einem Hot Dog verschluckt hat, oder von der Leiter gefallen ist. Weil man raucht, trinkt, oder zu viel im Casino spielt; weil man zu dick ist - oder zu dünn. Die Unternehmen versuchen, sich gegen die Haftungsklagen zu schützen, indem sie ihre Produkte immer neue Warnhinweise pappen: Drucker-Kartuschen tragen die Aufschrift "Nicht zum Verzehr geeignet", auf Babyrollern steht, dass man seine Kinder vor dem Zusammenklappen bitte herausnehmen soll ....

Bei dem Spiel können die Firmen nicht gewinnen. Zigarettenpackungen warnen in Amerika seit Mitte der sechziger Jahre vor den mit dem Rauchen verbundenen Gesundheitsgefahren. Jetzt argumentieren die Anwälte, dass ihre Mandanten diese Warnungen nicht hätten befolgen können, weil der Zigarettenkonsum abhängig mache. Jedes Bagatellverfahren kann zu einem Millionen-Dollar-Prozess aufgeblasen werden. "Wir haben uns angewöhnt, bei jedem Fehler und bei jedem Missgeschick nach Jemanden zu suchen, den wir verantwortlich machen können", sagt Catherine Crier, früher Staatsanwältin, dann Richterin. Jetzt moderiert sie bei dem Justizsender Court TV. "Wir haben uns zu einer Opferkultur entwickelt und der soziale Preis, den wir dafür zahlen, ist vielleicht noch höher, als der ökonomische".

Besonders 'abgefahren' ist ein Fall aus Charlotte, NC,  wo ein dort ansässiger  Anwalt  sich wohl  mit  einer besonders spitzfindigen Idee profilieren wollte: Er erwarb eine Kiste hochwertiger teurer Zigarren und versicherte diese unter gegen Feuerschaden. Nachdem er schließlich die Zigarren aufgeraucht hatte, meldete er der Versicherung eine "Serie von kleinen Feuerschäden" und bat um zügige Schadensregulierung ... Die Versicherung weigerte sich zu bezahlen und verwies mit Recht darauf, dass es die Bestimmung einer Zigarre sei, angezündet und geraucht zu werden. Der Anwalt klagte und gewann den Prozess. Zwar erklärte der Richter, dass er persönlich die Forderung des Klägers als unverschämt ansehe, doch die abgeschlossene Versicherungspolice enthielte keine entsprechenden Haftungsausschlüsse und besage klar, dass die Zigarren des Klägers gegen jegliche Art von Feuer versichert seien; folglich müsse die Versicherung den durch Feuer entstandenen Pseudoschaden auch bezahlen. Und der belief sich immerhin auf 15.000 US-Dollar! Der eigentliche Gag an dieser Geschichte ist, dass die Versicherung das Urteil annahm, ohne das Recht auf ein Berufungsverfahren in Anspruch zu nehmen, und dem Kläger ohne zu murren einen entsprechenden Scheck überreichte. (Ihr ahnt schon was nun folgte ... ?) Kaum war der Scheck vom Kläger eingelöst worden, zeigte die Versicherung nun den Anwalt wegen 24 Fällen von Brandstiftung an. Der Mann wurde sofort verhaftet (strafrechtliches Vergehen) und mit Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und dessen Angaben vor Gericht, schließlich wegen vorsätzlicher Inbrandsetzung von versichertem Eigentum zu 24 Monaten Freiheitsentzug (ohne Bewährung) und zu einer Geldstrafe in Höhe von 24.000 US-Dollar verurteilt.

Auch im Bundesstaat Alabama mischt der Gesetzgeber im Doppelbett die Karten kräftig mit. Sexueller Verkehr ist hier nur in der "Missionars-Stellung" erlaubt und Frauen ist es untersagt Sex-Spielzeug zu besitzen. Wen wundert es da noch, das Alabama das Dominospielen am Sonntag unter Strafe stellt?.

In New York wurde gegen die Fast-Food-Kette McDonalds im Namen Übergewichtiger eine Millionenklage eingereicht, weil diese nach dem übermäßigen Verehr von Hamburgern nun an Diabetes und Bluthochdruck leiden. Das Gericht hat aber die Klage schließlich abgelehnt, weil ihm die Beweislage doch zu dünn erschien. Daraufhin versuchte es der Anwalt mit Firmen, deren Diätmittel nicht den gewünschten Erfolg hatten.

Schon alles ziemlich merkwürdig, oder?

In Pittsburg (Pensylvania) ist es z.bsp. illegal im Eisschrank zu schlafen und in Tampa Bay steht sonntags ab 18:00 Uhr der Verzehr von Hüttenkäse unter Strafe, während man in Norfolk (Virginia) keine Seemöwen bespucken darf. Dafür darf man vermutlich - legt man das Gesetz von Stafford korrekt aus - seine Frau tagsüber auf den Stufen des dortigen Gerichtsgebäudes verprügeln. Ab 20:00 Uhr, so will es das Gesetz, ist dieses jedenfalls verboten.

In den ersten Monaten des Jahres 2003 stolperte eine New Yorker Ärztin beim Joggen im Central Park über ihre Schürsenkel und verklagte den Schuhhersteller (Nike). Es geht um eine partielle Bänderdehnung im Handgelenk und um eine Forderung von sage und schreibe zehn Millionen Dollar.

Viele Unternehmen versuchen sich nun mit den seltsamsten Warnhinweisen vor möglichen Haftungsklagen zu schützen. So tragen inzwischen die Drucker-Katuschen eines Herstellers den Vermerk, dass diese "nicht zum Verzehr geeignet seien", und auf den Babybuggies eines Spielzeugfabrikanten steht, dass man die Kinder vor dem Zusammenklappen bitte herausnehmen soll.

Derartige Prozesse verändern oft zwangsläufig auch die Gesetzeslage in einem Bundesstaat und dabei kommt es zuweilen zu den absonderlichsten Vorschriften. So hat nun Alabama ein neues Gesetz erhalten, welches das Führen eines Fahrzeuges mit verbundenen Augen verbietet, oder das das Tragen eines falschen Bartes in der Kirche verboten ist, Aber man darf dort entgegen Einbahnstraßen fahren, wenn man vorne am Wagen eine Laterne anbringt (!). In der Stadt Jasper ist es hingegen Ehemännern untersagt ihre Gattinnen mit Stöcken zu prügeln, die dicker sind als der Daumen des Gatten.

In Montgomery ist es nun gesetzlich verboten auf offener Straße einen Regenschirm aufzuspannen und in Baltimore darf man keine Heuballen mehr aus dem ersten Obergeschoss werfen. Ocean City verbietet gar während des Schwimmens im Meer zu essen und in Minnesota wurde nicht nu das Nacktschlafen untersagt, sondern inzwischen auch das Überqueren der Landesgrenze mit einem lebenden Huhn auf dem Kopf. Die Gemeinde Hawthome verbietet es "das Rückwärtsgehen und dabei einen Hamburger zu verzehren" unter Strafe.

Noch ein paar Schadenersatz-Prozess-Urteile...?

1994 sprach ein Gericht des Staates New Mexiko der 81-jährigen Stella Liebeck 2,9 Millionen Dollar zu, weil sie sich bei McDonalds beim Verschütten einer Tasse Kaffee Verbrennungen dritten Grades an Beinen, Geschlechtsteilen und Hinterbacken zugezogen hatte.

Mery Grazinski aus Oklahoma City kaufte im November 2000 ein brandneues Motor Home der Marke Winnebago von 10m Länge. Als er nach erfolgtem Kauf des Vehikels auf der Heimfahrt war, beschleunigte er auf der Autobahn auf 110 km/h und verlies den Fahrersitz, um sich hinten in der Kabine einen Kaffee zuzubereiten. Natürlich geriet das Motor Home über den Straßenrand hinaus und drehte sich mehrere Male um sich selbst. Mr. Grazinski verklagte Winnebago, da die Firma im Handbuch des Fahrzeuges nicht ausdrücklich darauf verwiesen hatte, man dürfe während der Fahrt das Steuer nicht verlassen, um sich einen Kaffee zuzubereiten. Er erhielt 1,75 Millionen Dollar zugesprochen, zzgl. ein neues Motor Home. Winnebago brachte in der Folge eine solche Ergänzung in ihr Handbuch ein, für den Fall, dass weitere Idioten ihre Fahrzeuge erwerben sollen ... ;-)).

Wen wundert es also da noch, wenn man in Alaska inzwischen "keine Elche aus dem fliegenden Flugzeug werfen darf"?

Der Bundesstaat Minnesota verbietet das Überqueren der Landesgrenzen mit einer Ente auf dem Kopf (!) und in Baltimore ist allen Ernstes das Mitbringen von Löwen in Kinos untersagt. Vorsicht - man darf dort auch Minderjährigen in der Woche nach Ostern keine Hühner verkaufen! Aber die USA haben och einiges mehr zu bieten: so wurde in Norfolk (Virginia) das Bespucken von Seemöwen unter Strafe gestellt und in Alabama das Ringen mit Bären verboten. In Oklahoma ist es untersagt Hunden gegenüber eine Grimasse zu schneiden und Hunde in Gruppen von drei und mehr Tieren auf Privatgrundstücken benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung aller Besitzer um sich dort aufhalten zu dürfen. Der Walfang ist in Oklahoma (einem Binnenstaat) ebenfalls untersagt. New York verbietet, vermutlich nicht um die Fische im Hudson nicht zu erschrecken, das "Pfeifen unter Wasser".

Kara Walton aus Delaware stürzte bei de Versuch eine Restaurantzeche in Höhe von 3,50 Dollar zu prellen aus dem Toilettenfenster und verlor dabei zwei ihrer Zähne. Und obwohl sie selbst diesen ungewöhnlichen Fluchtweg gewählt hatte, verklagte sie das Restaurant. Das Gericht hatte ein Einsehen und gab Kara Walton recht. Der Restaurantbesitzer musste 12.000 Dollar, plus die kompletten Zahnarztkosten bezahlen.

780.000 Dollar wurden von einem Gericht in Texas der Klägerin Kathleen Robertson zugesprochen. Sie war in den Gängen eines Supermarktes über ein umherlaufendes Kind gestolpert und hatte sich dabei einen Knöchel verstaucht. Dass es sich dabei um ihr eigenes Kind handelte wurde im Urteil nicht berücksichtigt.

500.000 Dollar wurden dem Einbrecher Terrence Dickson von einem Gericht in Pennsylvania zugesprochen, Beim Einbruch in ein Haus verschloss sich die Garagentür hinter dem Einbrecher, des es auch nicht schaffte, diese wieder zu verlassen. Da die Bewohner des Hauses verreist waren litt der Eingeschlossene 8 Tage unter großen seelischen Qualen, da er sich zudem nur mit Hundetrockenfutter und einigen Dosen Pepsi-Cola ernähren konnte, bis man ihn schließlich fand. Ob die Hausbesitzer ihr Haus verkaufen mussten, um eine halbe Million locker zu machen, ist leider nicht bekannt.

Carl Truman, 19-jährig, erhielt 74.000 Dollar, zzgl. Arztkosten, zugesprochen, weil ihm sein Nachbar mit seinem Honda Accord über die Hand gefahren war. Mr. Truman hatte offenbar übersehen, dass sein Nachbar am Steuer seines Autos saß, als er daran war, dessen Raddeckel zu stehlen .... ;-)).

Jerry Williams, Arkansas, verdiente 14.500 Dollar, zzgl. Arztkosten, nachdem er vom Hund des Nachbarn gebissen worden war. Der Hund war innerhalb der eingezäunten Liegenschaft des Nachbarn angekettet. Die Summe fiel nicht so hoch aus wie erhofft, weil das Gericht anerkannte, dass der Hund vielleicht ein klein wenig provoziert war durch die Tatsache, dass Mr. Williams mit einem Schrotgewehr auf ihn schoss ... ;)).

Ein Restaurant in Philadelphia wurde dazu verurteilt Aber Carson 113.000 Dollar auszuzahlen, nachdem sie sich das Steißbein gebrochen hatte, weil sie auf verschütteten Sodawasser ausgerutscht war. Dieses war auf den Boden gelangt, weil Ms. Carson 30 sec. zuvor ihrem Freund ihr Glas Sodawasser während eines Streites an den Kopf geworfen hatte.

Weiteres ist mir nicht bekannt, sollte es dennoch weiteres geben, so wird dieses umgehend hier mit eingefügt.


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